Texte in der Wunderkammer

1.5 - 1.6 WK

1.5 Verborgene Vielfalt sichtbar machen

Unterschiedliche Tierarten sehen oft auch unterschiedlich aus. Doch viele Arten gleichen sich äusserlich wie ein Ei dem anderen. Deshalb bleibt die Vielfalt solcher Gruppen dem Auge verborgen – nur Analysen des Erbgutes, der DNA, bringen die Unterschiede ans Licht. Solche genetischen Untersuchungen sind unter anderem wichtig für den Artenschutz: Eine Vielzahl eigentlich gefährdeter Arten wird sonst übersehen. Diese «verborgenen», sogenannt kryptischen Arten kennt man heute vor allem aus den Tropen. Doch auch in der scheinbar bestens bekannten Tierwelt Europas stecken Überraschungen.  

1.6 Neue Entdeckung auch vor der Haustür:

Erst 2017 haben genetische Analysen gezeigt, dass in der Schweiz nicht wie angenommen eine einzige Art Blindschleiche vorkommt, sondern zwei. Doch draussen in der Natur kann man die Tiere nicht verwechseln: Sie leben getrennt südlich und nördlich der Schweizer Alpen. 

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